Binance verliert 6,3 Milliarden USD durch gefälschte Vorstellungsgespräche
6. November 2026 · 1 Min. Lesezeit
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Die Kryptobörse Binance wurde Opfer eines Hackerangriffs, bei dem Gelder in Höhe von 6,3 Milliarden USD gestohlen wurden. Die Täter verschafften sich Zugriff auf die Kryptowallets des Unternehmens.
Die Operation begann im Juni, als ein Entwickler ein kompromittiertes Werkzeug auf Basis von künstlicher Intelligenz herunterlud. Obwohl Binance das Gerät ersetzte und die Zugangsdaten änderte, gelangten Informationen über die Aufgabenbereiche des Mitarbeiters und seines Teams an die Hacker.
Im September lud ein weiterer Softwareingenieur ein Repository mit Schadcode herunter. Dies geschah im Rahmen eines gefälschten Bewerbungsprozesses, bei dem der Mitarbeiter sogar ein virtuelles Treffen mit dem Geschäftsführer einer nicht existierenden Firma wahrnahm.
Am 20. Oktober nutzten die Angreifer den kompromittierten Computer und ein internes Werkzeug für künstliche Intelligenz, um in die Systeme beider Entwickler einzudringen. Am 29. Oktober starteten sie über den Computer des zweiten Entwicklers ein bösartiges Skript, wobei sie die zuvor gestohlenen Daten des ersten Mitarbeiters verwendeten.
Binance plant nun höhere Investitionen in KI-basierte Bedrohungserkennung, die Gründung eines Sicherheitsforschungsfonds und Kooperationen mit KI-Unternehmen. Das Unternehmen versprach, alle betroffenen Kunden zu entschädigen, und entschuldigte sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten.
Das FBI machte eine nordkoreanische Hackergruppe für den Vorfall verantwortlich, während Nordkorea diese Anschuldigungen zurückwies.