Agenten

Omise stellt Mirai Flash vor: Ein KI-Arbeitskollege für Unternehmen

25. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

persons hand on black computer keyboard
Andrey Novik / Unsplash

Das Unternehmen Omise hat offiziell die Plattform Mirai Flash eingeführt. Dabei handelt es sich um den ersten KI-Arbeitskollegen für Desktop-Computer, der unter der Marke Mirai entwickelt wurde. Gleichzeitig startete das Unternehmen den Omise KI-Service, eine Beratungsleistung, die Organisationen bei der Planung und Implementierung ihrer eigenen KI-Infrastruktur unterstützt.

Die neue Software zielt darauf ab, das Problem fragmentierter Daten innerhalb von Firmen zu lösen. Oft sind Informationen über verschiedene Plattformen verteilt und zwischen den Teams nicht verbunden. Mirai Flash integriert täglich genutzte Geschäftswerkzeuge mit den spezifischen internen Systemen einer Organisation. Nutzer können ihre Arbeit über eine einzige Chat-Oberfläche erledigen. Administratoren behalten dabei die volle Kontrolle und können festlegen, auf welche Werkzeuge die Software zugreifen darf und welche Aktionen sie ausführen darf.

Ein wesentlicher Aspekt des Angebots ist die Unterstützung für individuelle Softwareintegrationen. Die Plattform verbindet sich über das Modell-Kontext-Protokoll, einen offenen Standard, mit gängigen Anwendungen wie Slack, Jira, Google Workspace, BigQuery und BambooHR. Für Unternehmenskunden bietet das System zudem maßgeschneiderte Integrationen, um lokale und interne Spezialsysteme anzubinden. Dies ermöglicht den Abruf von Daten in Echtzeit und die automatische Übergabe von Aufgaben zwischen verschiedenen Plattformen innerhalb eines einzigen Fensters.

Die Anwendung bietet angepasste Betriebsmodi für verschiedene Abteilungen. Dazu gehören Bereiche wie Kundenservice, Finanzen und Buchhaltung, Rechtsabteilung, Personalwesen, Vertrieb und Partnerschaften sowie Produktentwicklung und Führungskräfte. Die Sicherheit wird durch eine verschlüsselte Speicherung von Anmeldeinformationen und Zugriffsschlüsseln direkt auf dem Gerät gewährleistet. Zudem wird zugesichert, dass Kundendaten gemäß den Vereinbarungen mit den Anbietern der KI-Modelle nicht zum Training weiterer Modelle verwendet werden.

Die Plattform ist modellunabhängig und nicht an ein einzelnes KI-Modell gebunden. Nutzer können zwischen führenden Modellen wie GPT-5, Claude Opus 5 und Gemini wechseln. Um die Einführung der Technologie im Unternehmen zu fördern, enthält das System Werkzeuge zur Gamifizierung. Dazu gehören Herausforderungen und Bestenlisten, die das Verständnis und die Nutzung der KI im Team steigern sollen.

Laut den Unternehmensangaben sparte das eigene Team seit Beginn der Nutzung von Mirai Flash bereits mehr als 100 Stunden ein. Aufgaben, die früher mehrere Stunden oder Tage dauerten und den Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen erforderten, können nun innerhalb weniger Minuten erledigt werden. Die Software ist ab sofort für die Betriebssysteme macOS und Windows verfügbar. Die ersten 100 Nutzer können die Anwendung herunterladen und registrieren, um sie sofort zu verwenden.