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Assistenten für künstliche Intelligenz fallen auf betrügerische E-Mails herein

22. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

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1981 Digital / Unsplash

Künstliche Intelligenz-Assistenten, die E-Mails lesen und verwalten, sind anfällig für Phishing-Angriffe durch versteckte Befehle. Diese Schwachstelle betrifft nicht nur Menschen, sondern nun auch automatisierte Systeme, die Postfächer überwachen. Die Sicherheitslücke ermöglicht es Angreifern, die Software zu manipulieren, ohne dass der menschliche Nutzer etwas bemerkt.

Das Unternehmen Malwarebytes erklärte in einer Veröffentlichung, dass diese Assistenten Opfer von Prompt-Injection-Angriffen werden können. Bei dieser Methode schleusen Hacker schädliche Anweisungen in Nachrichten ein, um das Verhalten der künstlichen Intelligenz zu steuern. Die Täter könnten externe Hacker sein oder sogar eigenständig handelnde, bösartige Agenten. Der Angriff nutzt die Art und Weise aus, wie die Modelle Daten verarbeiten und interpretieren.

Die gefährlichen Instruktionen sind für das menschliche Auge unsichtbar gemacht, bleiben aber für das Verarbeitungssystem der künstlichen Intelligenz lesbar. Ein Nutzer sieht eine harmlose E-Mail, während der Assistent im Hintergrund einen völlig anderen Befehl empfängt und ausführt. Diese Verstecktechnik macht die Attacken besonders tückisch, da selbst aufmerksame Personen keine Unregelmäßigkeiten im sichtbaren Textinhalt erkennen können. Der Befehl richtet sich ausschließlich an die Maschine und nicht an den Menschen.

Experten führen das Problem darauf zurück, dass die zugrundeliegenden Modelle nicht zuverlässig zwischen zu lesendem Text und auszuführenden Anweisungen unterscheiden können. Apollo Raines, ein Entwickler für Code-Überprüfungsdienste, betonte, dass dies eine fundamentale Schwäche der aktuellen Technologie darstellt. Als Lösung schlug er vor, dass Anbieter versteckte Inhalte filtern sollten, bevor diese das Modell erreichen. Die Verantwortung liegt somit bei den Herstellern der Assistentensoftware, ihre Systeme sicherer zu gestalten.

Mit der zunehmenden Verbreitung autonomer Agenten, die Aufgaben ohne menschliche Aufsicht erledigen, steigt das Risiko erheblich. Während frühere Schwachstellen in KI-Browsern oder sozialen Netzwerken für künstliche Intelligenz noch begrenzte Auswirkungen hatten, betrifft dies nun Millionen von Nutzern weltweit. Beliebte Tools wie Muse von Meta könnten diese Gefahr weiter vergrößern, da sie komplexe Handlungsketten selbstständig ausführen. Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Systeme in eine Falle tappen, ist daher höher als je zuvor.

Das Sicherheitsunternehmen rät Nutzern dringend davon ab, dem Assistenten blind zu vertrauen. Besonders bei kritischen Vorgängen wie Zahlungen oder der Änderung von Kontodaten sollte stets eine menschliche Genehmigung erforderlich sein. Menschen müssen weiterhin in den Entscheidungsprozess eingebunden bleiben, um die Kontrolle über finanzielle Angelegenheiten und Identitätsdaten zu behalten. Bequemlichkeit darf nicht auf Kosten der Sicherheit gehen, wenn es um sensible Transaktionen geht.