Google betont Bedeutung außergewöhnlicher Führung in der KI-Ära
29. September 2026 · 1 Min. Lesezeit
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Der Chief Evangelist von Google Cloud, Richard Seroter, hat auf der HubSpot-Konferenz „Unbound“ in Boston im September betont, dass es bei KI keine festen Handlungsleitfäden gebe. Alle Unternehmen müssten sich durch Versuch und Irrtum anpassen. Besonders betroffen seien die Menschen, die mit ständig veränderlichen Modellen und Technologien umgehen müssten. Seroter wies auf das Risiko hin, dass einige Teammitglieder an „Produktivitätsabhängigkeit“ leiden könnten, was zu Erschöpfungssyndrom führe. Für Google, das schnelle Arbeitsabläufe verfolge, sei dies ein ernsthaftes Problem.
Seroter warnte, dass Mitarbeiter, die in besonders hohem Tempo und mit großer Energie arbeiteten, sogar den Entschluss fassen könnten, beispielsweise Bibliothekar zu werden. Wichtig sei, den Menschen klarzumachen, dass es weder Rezepte noch objektive Maßstäbe für den Umgang mit KI gebe. Seroter betonte, dass die vier Tage pro Woche arbeitende Zukunft, die vor Jahren prophezeit worden sei, nicht eingetroffen sei. KI reduziere nicht die Arbeitsbelastung, sondern mache sie vielmehr komplexer. In der KI-gesteuerten Ära seien laut Seroter mutige, außergewöhnliche Führungskräfte gefragt.
Solche Leader müssten Risiken eingehen und unkonventionelle Wege beschreiten, um Veränderungen in Unternehmen voranzutreiben. Ein Beispiel sei ein Führer, der seinem Team vorschlage, vier Wochen lang gezielt zu scheitern, um den richtigen Ansatz zu finden. Seroter forderte, solche mutigen Persönlichkeiten innerhalb der Unternehmen aktiv zu unterstützen.